Dienstag, 18. September 2007



Nothilfe Weltweit schickt Hilfe zu den Opfern von Hurrikan Felix
LA-MOSKITIA-DSCHUNGEL, HONDURAS – Nothilfe Weltweit schickt weiterhin Hilfsgüter zu den vom Hurrikan heimgesuchten Familien im Dschungel an der Moskito-Küste in Honduras. Die Luftstreitkräfte in Honduras flogen am siebten September Gary Becks, Nothilfe-Weltweit-Mitglied der US-amerikanischen Sektion, und sein Katastrophenhilfe-Team in einem C-130-Militärflugzeug in die verwüstete Region. Das Team traf sich dort mit einheimischen Freiwilligen und fuhr in einem Boot in die entlegenen Moskito-Dörfer, um festzustellen, wie viel Hilfe man tatsächlich benötigte.
Sobald der Bedarf in den Dörfern erfasst war, leitete Becks sein Team bei dessen wichtiger Aufgabe, Nahrungsmittel, Hilfsgüter und Werkzeuge, mit deren Hilfe die Dorfbewohner ihre Häuser wieder aufbauen konnten, zu beschaffen. Während der Woche im Krisengebiet wurde das Team mit vielen schwierigen Herausforderungen konfrontiert, darunter abscheuliches Wetter, extrem lange Arbeitszeiten, Gesundheitsrisiken, giftige Schlangen und gefährliche Bootsfahrten. Dennoch gelang es den Beteiligten, die benötigten Hilfsgüter zu den Dorfbewohnern zu bringen.
Während sie die riesige Carataska-Lagune bei einer Hilfsgüterfahrt durchfuhren, geriet das Katastrophenhilfe-Team um vier Uhr morgens in ein lebensbedrohliches Unwetter mit wolkenbruchartigen Regenfällen und extremem Wind. Zum Glück wurde niemand verletzt und die gesamte Ladung konnte gerettet werden.
Nothilfe Weltweit unterstützt diese Region seit vielen Jahren: Die Organisation half sogar dabei, drei voll ausgestattete Kliniken zu bauen, die vielen Mitgliedern der ortsansässigen Bevölkerung zum ersten Mal in deren Leben umfassende medizinische Versorgung bieten. Die Klinik in Sih, Honduras, wurde leicht beschädigt. Der Hurrikan hob das Dach an, aber den Dorfbewohnern gelang es – während des Sturms mit einer Geschwindigkeit von 135 km/h – zu verhindern, dass es vollkommen weggerissen wurde.
Becks und sein Katastrophenhilfe-Team kamen am Freitag, dem 14. September in die USA zurück – erschöpft von der Anstrengung, aber glücklich über das Erreichte.
Gary Becks, Nothilfe-Weltweit-Mitglied der US-amerikanischen Sektion, berichtete aus dem Krisengebiet: „Jeder Tag ist eine Katastrophe für die Familien in diesen Dörfern, die tief im Dschungel liegen. Während dieses Hurrikans gab es zwar nur wenige Todesopfer, d.h. etwa 25 in den Gebieten, in denen wir arbeiten, aber viele haben ihr Haus verloren. Die sich ankündigende Katastrophe besteht allerdings nun darin, dass die von den Bauern für ihren Eigenbedarf angebauten Feldfrüchte zerstört wurden und es in etwa drei Monaten NICHTS geben wird, das sie ernten können.“
Die globale Nothilfe-Weltweit-Familie hat bereits zwei zwölf Meter lange Container mit Nahrungsmitteln, Decken, medizinischer Versorgung und anderen Hilfsgütern sowie einen sechs Meter langen Container mit medizinischer Versorgung losgeschickt, um den Opfern des Hurrikans zu helfen. Weil wir mit einer extremen Nahrungsmittelknappheit rechnen, hat Nothilfe Weltweit einen weiteren zwölf-Meter-Container mit Getreide für die Überlebenden auf den Weg geschickt.
Die Nothilfe-Weltweit-Mitarbeiter vor Ort haben außerdem 345 Flüchtlinge in Tegucigalpa mit warmen Mahlzeiten, Kleidung und Medikamenten versorgt und in Tegucigalpa, Tegus, San Pedro, Ceiba und La Moskitia Arzneimittellösungen gegen Pilzerkrankungen und Medikamente gegen Krätze verteilt.
17. August 2007
Nothilfe Weltweit hilft Erdbebenopfern
Bonn – Nothilfe Weltweit (NHW) schickt den Opfern des verheerenden Erdbebens, das sich am Mittwoch, den 15. August in Peru ereignete, sofortige Hilfe. Das Rettungsteam von NHW wird heute in Lima, Peru, eintreffen, um einzuschätzen, was am dringendsten benötigt wird, und dabei zu helfen, Nahrungsmittel und Medikamente zu verteilen. Das Team wird außerdem lokale Hilfsaktionen unterstützen.
Zusätzlich verschifft NHW nächste Woche einen 40’-Container mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Decken und anderen Hilfsgütern. Dazu plant NHW weitere, spätere Lieferungen von Medikamenten und dringend benötigten Versorgungsgütern.
Tragischerweise werden im Verlauf schwerer Katastrophen häufig Kinder sexuell missbraucht oder gekidnappt und in die Prostitution verkauft. NHW beabsichtigt deshalb, in Zusammenarbeit mit Viva Network innerhalb des Landes Schutzmaßnahmen für die verletzlichen, heimatlos gewordenen Kinder zu koordinieren. NHW war eine der ersten Nichtregierungsorganisationen weltweit, die das Problem der kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern zu Zeiten von Katastrophen anging. NHW hatte bereits während der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 ein ähnliches Programm initiiert und kann nun auf dem Erfolg dieser Aktion aufbauen.
Lesen Sie hier mehr über die Hilfe die WER während die tsunami in 2005 geboten hat.
Nothilfe Weltweit ist ein globaler Zusammenschluss von sieben Wohltätigkeitsorganisationen, die eine gemeinsame Vision und dieselben Grundwerte teilen. Die Mitglieder der NHW-Familie arbeiten mit lokalen gemeinnützigen Organisationen zusammen, um Armut und Hunger zu bekämpfen, und helfen Katastrophenopfern. Unsere Vision ist es, „Geben Sie den Kindern eine Chance“, indem wir uns um die praktischen, emotionalen, spirituellen, Ausbildungs- und wirtschaftlichen Bedürfnisse der Kinder, deren Familien und Heimatdörfer kümmern.
Um mehr über Nothilfe Weltweit zu erfahren, rufen Sie bitte die folgende Nummer an: Tel: 0228 – 2673 135.
Spenden können geschickt werden an: Nothilfe Weltweit e.V. Kto-Nr. 901.848.308, Blz: 250.100.30